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Warum moderne Hochleistungspolymere die Tribologie hydraulischer Systeme verändern

PEEK, PAI und moderne Polymerwerkstoffe gewinnen in hydraulischen Tribologiesystemen zunehmend an Bedeutung. Aktuelle Untersuchungen aus der Fachzeitschrift Tribologie und Schmierungstechnik zeigen, dass Hochleistungspolymere heute weit mehr sind als nur eine Alternative zu klassischen Metallwerkstoffen und nichteisenhaltigen Metallen.

Gerade in modernen Hydrauliksystemen entstehen enorme tribologische Belastungen, insbesondere dort, wo hydraulische und mechanische Energien ineinander umgewandelt werden. Hohe Kontaktdrücke, Temperaturwechsel, Mischreibung und variable Lastzustände bringen klassische metallische Werkstoffe zunehmend an ihre Grenzen bei:

• Gewicht
• Reibungsverlusten
• Verschleiss und Korrosion

Genau hier setzen moderne Hochleistungspolymere wie PEEK, PEEK CF30, PEEK HPV und PAI an. Die Forscher untersuchten dabei nicht nur das Verschleissverhalten, sondern auch Quellverhalten, Dichte und Härteänderungen, Reibungskoeffizienten sowie den Einfluss unterschiedlicher Schmierstoffe und Betriebsbedingungen.

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist das stabile tribologische Verhalten bestimmter PEEK Varianten selbst unter hoher Belastung. Die getesteten Werkstoffe zeigten:

• stabile Reibungswerte
• geringe Materialabtragung
• hohe chemische Stabilität

Teilweise erreichten sie sogar niedrigere Reibungskoeffizienten als spezielle Messinglegierungen. Gleichzeitig verbesserten sich Schmierung, Wärmeabfuhr und Kontaktstabilität, wodurch neue Potenziale für energieeffiziente und verschleissarme Hydrauliksysteme entstehen.

Besonders entscheidend ist die Medien und Schmierstoffverträglichkeit. Hochleistungspolymere reagieren unterschiedlich auf Hydraulikfluide, wodurch sich Eigenschaften wie Volumen, Härte, Elastizität oder Kontaktgeometrie verändern können. Ausschlaggebend für die tribologische Gesamtperformance sind dabei vor allem:

• Werkstoff
• Schmierstoff
• Betriebsbedingungen

Die Studie zeigt deutlich, dass moderne Hochleistungspolymere grosses Potenzial für industrielle Anwendungen bieten, insbesondere dort, wo Reibung reduziert, Gewicht eingespart oder hohe Medienbeständigkeit gefordert wird. Gleichzeitig wird klar, dass erfolgreiche Anwendungen tiefes tribologisches Verständnis und die ganzheitliche Betrachtung des gesamten Systems erfordern.

Fazit auf einen Blick

Hochleistungspolymere wie PEEK oder PAI entwickeln sich zunehmend zu leistungsfähigen Alternativen in hydraulischen Tribologiesystemen. Bei richtiger Material und Schmierstoffauswahl können sie Verschleiss reduzieren, stabile Reibungswerte sichern, die Energieeffizienz verbessern und die Lebensdauer technischer Systeme nachhaltig verlängern.

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