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«Solarthermie in Gefahr: Der stille Killer im System»

Solarthermieanlagen gelten als effizient und langlebig – doch häufige Leistungsprobleme entstehen durch ungeprüfte Wärmeträgermedien. Regelmässige Wartung und Kontrolle sind entscheidend, um Effizienzverluste, Schäden und versteckte Risiken frühzeitig zu vermeiden.

Das eingesetzte Wasser-Glykol-Gemisch (MPG) ist im Betrieb hohen thermischen Belastungen ausgesetzt. Besonders bei Stagnation oder dauerhaft hohen Kollektortemperaturen kommt es zur thermischen Zersetzung. Dabei entstehen Abbauprodukte, die den pH-Wert senken und die Schutzwirkung der enthaltenen Korrosionsinhibitoren reduzieren.

Technische Folgen der Zersetzung von Solarflüssigkeit

Die technischen Folgen sind gravierend:

  • Korrosion an metallischen Bauteilen wie Wärmetauschern, Pumpengehäusen oder Rohrleitungen
  • Ablagerungen und Schlammbildung, welche den Volumenstrom reduzieren
  • Beeinträchtigte Wärmeübertragung durch reduzierte Wärmeleitfähigkeit
  • Sinkender Anlagenwirkungsgrad bei gleichzeitig steigenden Betriebskosten
  • Vercrackung der Solarflüssigkeit, bis hin zum Totalschaden der Solaranlage

Effizienzverlust in Solarthermieanlagen frühzeitig erkennen

Besonders kritisch ist, dass diese Prozesse meist progressiv verlaufen. Die Anlage funktioniert scheinbar weiterhin, jedoch mit zunehmend schlechterer Effizienz. Betreiber bemerken den Effizienzverlust häufig erst dann, wenn bereits Schäden oder erhebliche Leistungseinbussen vorliegen.

Regelmässige Kontrolle und Analyse der Solarflüssigkeit

Regelmässige Kontrollen der Solarflüssigkeit sind ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung. Durch Laboranalysen lassen sich zentrale Parameter wie pH-Wert, Frostschutzsicherheit, Inhibitoren Gehalt und thermische Abbauprodukte präzise bestimmen. Auf dieser Basis können frühzeitig Massnahmen eingeleitet werden, beispielsweise die Stabilisierung des Mediums oder ein rechtzeitiger Austausch.

 

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Alterungsprozess von der Solarflüssigkeit

 

Fazit: Solarthermieanlage effizient betreiben und Schäden vermeiden

Ohne regelmässige Kontrolle verliert jede Solarthermieanlage schleichend an Effizienz und Betriebssicherheit und kann bis zu einem Totalschaden führen. Die Alterung des Wärmeträgermediums ist ein chemischer Prozess, der unvermeidlich ist, aber durch gezielte Überwachung beherrschbar bleibt.

Regelmässige Analysen im Intervall von sechs bis zwölf Monaten sichern die Wärmeübertragung, verhindern Korrosionsschäden und verlängern die Lebensdauer der gesamten Anlage. Für Installateure, Serviceunternehmen und Betreiber bedeutet das vor allem eines:

Planbare Wartung statt ungeplanter Ausfälle und dauerhaft stabile Anlagenperformance.

Abbildung 2: Probenentnahme
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