Basisölmarkt 2026: Geteilte Entwicklung bei Group I, II und III
Grafik 1: Qualitative Einordnung des Preis- und Versorgungsrisikos auf Basis der Marktinformationen für Juli/August 2026.
Management Summary
Der internationale Basisölmarkt zeigt im Sommer 2026 kein einheitliches Preisbild. Die Marktsegmente entwickeln sich auseinander: Group I hat sich nach der starken Aufwärtsbewegung des Frühjahrs leicht beruhigt, Group II ist vergleichsweise gut verfügbar, während Group III und insbesondere Group III+ von einer ausgeprägten physischen Knappheit geprägt bleiben.
Für Schmierstoffhersteller, Blender, Händler und industrielle Einkäufer ist deshalb eine nach Basisölgruppe getrennte Einkaufsstrategie entscheidend. Ein pauschaler Satz wie „Basisöle werden teurer“ greift zu kurz. Bei Group I und II bestehen Verhandlungsspielräume; bei Group III können Allocation, Wartungsstillstände und verzögerte Importströme die Lieferfähigkeit gefährden.
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Basisölgruppe |
Marktlage Sommer 2026 |
Preisrisiko |
Empfohlene Haltung |
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Group I |
etwas entspannter, Angebot begrenzt |
mittel |
normal bis defensiv einkaufen |
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Group II |
vergleichsweise ausgeglichen |
mittel |
Angebote aktiv vergleichen |
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Group III |
massive Knappheit |
sehr hoch |
Mengen und Termine absichern |
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Group III+ |
besonders knapp |
extrem hoch |
höchste Versorgungspriorität |
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ACTROM BEWERTUNG: Nicht der niedrigste Spotpreis, sondern die gesicherte Verfügbarkeit der freigegebenen beziehungsweise formulierungstechnisch zulässigen Qualität bestimmt bei Group III den wirtschaftlichen Erfolg. |
Ausgangslage: Ein ungewöhnlicher Sommermarkt
In Europa schwächt sich die Nachfrage während Juli und August normalerweise saisonal ab. 2026 wird dieser Effekt jedoch von Angebotsproblemen, geopolitischen Störungen, höheren Logistikkosten und geplanten Wartungsstillständen überlagert. Deshalb führen geringere Sommerabrufe nicht automatisch zu einer nachhaltigen Marktentspannung.
Besonders relevant ist die geschätzte globale Group-III-Unterversorgung von rund 1,5 Mio. Tonnen im Jahr 2026. Eine spürbare Normalisierung wurde im betrachteten Marktumfeld erst gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Diese Zahl ist als Marktabschätzung und nicht als garantierte Produktionsbilanz zu verstehen.
Group I: SN150, SN500 und Bright Stock
SN150 – saisonaler Preisdruck ohne echte Überversorgung
SN150 blieb im europäischen Markt grundsätzlich fest. Im Juli setzte leichter Preisdruck ein, weil Schmierstoffhersteller vor der Ferienperiode weniger einkauften. Entscheidend ist die Ursache: Die Preisbewegung entstand primär durch eine vorübergehend schwächere Nachfrage, nicht durch ein plötzlich grosses Überangebot.
SN500 – schwere Qualitäten bleiben fester
Bei SN500 war die Lage ähnlich, wobei schwere Group-I-Qualitäten tendenziell knapper blieben als leichte Viskositäten. Die Preise wurden durch reduzierte europäische Produktion, hohe Dieselmargen, begrenzte Spotmengen, eingeschränkte Importmöglichkeiten und hohe Frachten gestützt.
Bright Stock – strukturell kritische Verfügbarkeit
Bright Stock bleibt strategisch relevant, weil weltweit klassische Group-I-Raffinerien geschlossen oder umgebaut wurden. Damit sinkt zugleich die Produktion dieser hochviskosen Komponente. Besonders betroffen sind Formulierungen für Industriegetriebeöle, Marine-Schmierstoffe, hochviskose Industrieöle und bestimmte Fette.
- SN150 und SN500: Bedarf normal decken, grössere Vorratskäufe nur bei attraktivem Preis oder konkretem Produktionsbedarf.
- Bright Stock: Lieferfähigkeit und alternative Quellen höher gewichten als den kurzfristigen Spotpreis.
- Bei schweren Group-I-Qualitäten längere Wiederbeschaffungszeiten in der Lagerplanung berücksichtigen.
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EINKAUF GROUP I: Nicht überlagern, aber Versorgung kritischer Spezialqualitäten absichern. |
Warum Raffinerien weniger Basisöl produzieren
Raffinerien können ihre Ausbeute innerhalb technischer Grenzen zwischen Basisöl- und Gasöl-/Dieselströmen verschieben. Bei hohen Dieselmargen wird die Produktion zugunsten von Diesel optimiert. Marktteilnehmer schätzten den möglichen Ausbeuteeffekt im betrachteten Umfeld auf ungefähr 20 %. Dadurch kann Basisöl knapp bleiben, selbst wenn Rohölpreise allein keine Verknappung erwarten liessen.
Group II: Der derzeit interessanteste Marktbereich
Group II war im europäischen Markt deutlich besser verfügbar als Group III. Importmengen aus den USA trugen wesentlich zur Stabilisierung bei. Für viele Marktteilnehmer ergibt sich daraus aktuell das beste Verhältnis aus Preis, Qualität und Lieferfähigkeit – vorausgesetzt, die jeweilige Formulierung und Freigabesituation erlaubt den Einsatz.
Teilweiser Ersatz von Group III
Aufgrund der hohen Preise und knappen Verfügbarkeit von Group III prüfen Schmierstoffhersteller, ob sich ausgewählte Formulierungen technisch auf Group II plus geeignete VI-Verbesserer und Additivsysteme umstellen lassen. Eine solche Reformulierung ist nur dort sinnvoll, wo Leistungsanforderungen, Prüfwerte, BOI-/VGRA-Regeln und gegebenenfalls OEM-Vorgaben vollständig eingehalten werden.
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Anwendungsbereich |
Potenzial Group II |
Zu prüfen |
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Hydrauliköle |
hoch |
Viskositätsindex, Oxidationsstabilität, Freigaben |
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Industrieöle |
hoch |
Alterungsreserve und Additivverträglichkeit |
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Getriebeöle |
mittel |
Lasttragevermögen und Tieftemperaturverhalten |
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einfache Motorenöle |
mittel |
ACEA/API/OEM-Datenlage |
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moderne Low-SAPS-Motorenöle |
begrenzt |
freigegebene Basisöl-Slates und Austauschregeln |
Einkaufsansatz für Marktteilnehmer
- N150, N220 und N600 bei mehreren Lieferanten aus Europa, den USA und Asien anfragen.
- Preis, Lieferfenster, Herkunft, Analysewerte und Formulierungsfreigaben gemeinsam bewerten.
- Bei wirtschaftlich sinnvollen Angeboten gestaffelte Mengen statt eines einzigen grossen Spotkaufs prüfen.
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EINKAUF GROUP II: Aktiv vergleichen und verhandeln. Group II ist derzeit der beste Bereich für kontrollierte Einkaufschancen. |
Group III: Das zentrale Versorgungsrisiko
Europa verfügt nur über begrenzte eigene Group-III-Kapazitäten und ist stark von Importen aus dem Mittleren Osten und aus Asien abhängig. Genau diese Lieferströme waren 2026 gestört. Viele europäische Kunden wurden seit April/Mai auf Allocation gesetzt: Der Hersteller liefert nur einen festgelegten Anteil des normalen Bedarfs; zusätzliche Mengen sind nicht oder nur zu deutlich höheren Preisen erhältlich.
Preiserhöhungen trotz Sommerflaute
Ende Juli wurden für die üblichen Viskositäten 4 cSt, 6 cSt und 8 cSt zusätzliche Erhöhungen von ungefähr EUR 50 bis EUR 100 je Tonne gemeldet. Ursache war weniger eine sprunghaft wachsende Nachfrage als die physische Knappheit. Damit können Preise selbst bei saisonal schwächeren Abrufen steigen.
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Group-III-Qualität |
Marktsignal |
Empfohlene Branchenmassnahme |
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4 cSt |
sehr knapp; hohe Relevanz für moderne Motorenöle |
Bedarf bis Jahresende vertraglich absichern |
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6 cSt |
sehr knapp; breiter Formulierungseinsatz |
Sicherheitsbestand und Zweitquelle prüfen |
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8 cSt |
knapp; geringere Marktbreite |
verbrauchsbezogen disponieren |
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Group III+ |
höchstes Risiko |
höchste Priorität bei Lieferzusagen |
Hauptursachen der Knappheit
- Störungen von Produktions- und Lieferströmen im Nahen Osten.
- Probleme im Umfeld der grossen Pearl-GTL-Anlage in Katar.
- Rückstau bei Tankern, knappe Schiffsverfügbarkeit und höhere Versicherungsprämien.
- Alternative Routen um das Kap der Guten Hoffnung mit teilweise 10 bis 15 Tagen zusätzlicher Laufzeit.
- Gleichzeitige Wartungsarbeiten europäischer Anlagen, insbesondere Porvoo und Cartagena.
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RISIKOKETTE: Weniger Importe + längere Transportwege + europäische Wartungen = doppelte Belastung der Group-III-Versorgung. |
Regionale Markteinordnung
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Region / Gruppe |
Juli/August 2026 |
Kurzfristige Erwartung |
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Europa Group I |
stabil bis leicht schwächer |
eher seitwärts |
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Europa Group II |
stabil |
gute Versorgung |
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Europa Group III |
stark bis fester |
weiter knapp |
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USA Group I |
relativ stabil |
wenig Spotmengen |
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USA Group II |
relativ stabil |
Exporte nach Europa wichtig |
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USA Group III |
knapp |
erhöhtes Preisrisiko |
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Asien Group I |
eher schwächer |
Nachfrage gedämpft |
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Asien Group II |
teilweise schwächer |
Exportdruck möglich |
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Asien Group III |
knapp |
stark qualitäts- und regionsabhängig |
Europa
Die Kombination aus Importabhängigkeit und Wartungsstillständen verschärft vor allem die Group-III-Lage. Nach der Sommerpause kann Restocking zusätzlichen Druck erzeugen. Group I und II bleiben im Vergleich berechenbarer.
USA
Die USA verfügen über erhebliche Group-II-Kapazitäten. Lieferungen nach Europa stabilisierten den Markt. Gleichzeitig wurden Vertragskunden bevorzugt bedient, während Spotmengen begrenzt blieben.
Asien
Asien konnte die europäische Group-III-Knappheit nicht vollständig ausgleichen. Neue chinesische CTL-Kapazitäten erhöhen zwar das Angebot, ihre Produkte sind jedoch nicht automatisch mit etablierten Group-III-Basisölen austauschbar. Qualität, Freigabestatus und Formulierungsregeln müssen einzeln geprüft werden.
OEM-Freigaben und Basisölaustausch
Bei modernen Motorenölen gilt nicht: „Group III ist Group III.“ Ein Produkt kann analytisch die Kriterien der Basisölgruppe erfüllen und dennoch nicht Bestandteil der zugrunde liegenden ATIEL-, API- oder OEM-Formulierung sein. Für Spezifikationen und Freigaben von Volkswagen, Mercedes-Benz, BMW, Porsche, MAN, Volvo sowie für API- und ACEA-Leistungsniveaus können festgelegte Basisöl-Slates und Austauschregeln gelten.
Ein preislich attraktives chinesisches oder alternatives Group-III-Basisöl darf daher nicht allein anhand von Viskosität, VI und Noack-Wert als gleichwertiger Ersatz angenommen werden. Vor einem Wechsel sind mindestens Freigabedokumentation, Additivpaket-Kompatibilität, Base Oil Interchange (BOI), Viscosity Grade Read-Across (VGRA) sowie relevante Prüf- und Felddaten zu klären.
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TECHNISCHE LEITLINIE: Keine Rohstoffsubstitution in OEM-relevanten Motorenölen ohne dokumentierte Formulierungsfreigabe und Prüfung der anwendbaren Austauschregeln. |
Warum Rohöl den Basisölpreis nicht allein erklärt
Grafik 2: Die wichtigsten Preis- und Verfügbarkeitstreiber des Basisölmarkts 2026.
Die frühere Faustregel „Rohöl steigt oder fällt – Basisöl folgt“ ist im aktuellen Markt nur eingeschränkt belastbar. Neben Rohöl und Gasöl bestimmen tatsächliche Verfügbarkeit, Raffinerieauslastung, Dieselmargen, Frachtkosten, Versicherungen, geopolitische Risiken und Wartungsstillstände die Preisrichtung.
Konkrete Einkaufsstrategie für die Branche
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Basisöl |
Ampel |
Empfehlung |
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SN150 Group I |
GELB |
normal einkaufen; Preisfenster nutzen |
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SN500 Group I |
GELB |
normal einkaufen; schwere Qualitäten beobachten |
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Bright Stock |
ORANGE |
Versorgung und Zweitquelle absichern |
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Group II N150 |
GRÜN |
Markt vergleichen; Kaufchancen nutzen |
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Group II N220 |
GRÜN |
aktiv verhandeln |
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Group II N600 |
GRÜN / GELB |
bedarfsgerecht und gestaffelt einkaufen |
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Group III 4 cSt |
ROT |
Versorgung sofort absichern |
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Group III 6 cSt |
ROT |
Sicherheitsbestand und feste Mengen |
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Group III 8 cSt |
ROT |
Liefertermine eng überwachen |
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Group III+ |
DUNKELROT |
höchste Priorität |
Empfohlener Zeithorizont September bis Dezember 2026
- Group III 4 cSt und 6 cSt: Monatsbedarf, bestätigte Liefermengen und Sicherheitsbestand wöchentlich abgleichen.
- Für OEM-relevante Produkte zugelassene Qualitäten nicht zugunsten unbestätigter Spotangebote ersetzen.
- Group II: mindestens drei vergleichbare Angebote einholen und Preisstaffeln für Teilmengen verhandeln.
- Group I: normale Deckung beibehalten; keine unnötige Lagerbindung bei SN150/SN500.
- Bright Stock: Wiederbeschaffungszeit und Mindestbestand separat führen.
Entscheidungskriterien je Bestellung
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Kriterium |
Prüffrage |
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Technische Eignung |
Ist die Qualität für die konkrete Formulierung dokumentiert zulässig? |
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Verfügbarkeit |
Ist die Menge verbindlich bestätigt oder nur indikativ angeboten? |
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Lieferzeit |
Sind Route, Tanker/Fracht und Wartungsrisiken berücksichtigt? |
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Gesamtkosten |
Sind Fracht, Versicherung, Finanzierung und Lagerkosten enthalten? |
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Versorgungssicherheit |
Bestehen Zweitquelle, Sicherheitsbestand und Eskalationsplan? |
Fazit
Der Basisölmarkt 2026 ist klar segmentiert. Group I hat sich etwas beruhigt, Group II bietet für viele industrielle Anwendungen attraktive Einkaufs- und Verhandlungsmöglichkeiten, während Group III und Group III+ strukturell knapp bleiben. Für die Schmierstoffbranche ist deshalb ein differenziertes Vorgehen wirtschaftlich sinnvoller als eine einheitliche Einkaufsstrategie über alle Basisölgruppen.
Bei Group I und insbesondere Group II können Preise aktiv verglichen und Kaufzeitpunkte optimiert werden. Bei Group III ist dagegen die gesicherte, formulierungstechnisch zulässige Versorgung wichtiger als eine mögliche kurzfristige Einsparung von wenigen Euro je Tonne. Jede Substitution muss die Freigabe- und Validierungsanforderungen moderner Motorenöle berücksichtigen.
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SCHLUSSFOLGERUNG: Group I normal disponieren, Group II als Einkaufschance nutzen und Group III konsequent absichern. |